Seit dem Schuljahr 2005/06 gibt das Statistische Bundesamt eine eigenständige Publikation mit umfangreichen Daten über Schulen in freier Trägerschaft heraus. Inzwischen liegt diese für das Schuljahr 2016/17vor.

Die Ergebnisse sind kostenfrei im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de abrufbar: Fachserie 11, Reihe 1.1. Private Schulen

Zitat:

"In den letzten Jahren ist das Interesse an Privatschulen deutlich angestiegen. Das Privatschulwesen in Deutschland hat faktisch eine angestammte und keineswegs unbedeutende Rolle und zwar vor allem als Kompensation für Lücken im staatlichen Angebot und als Ausgleich für subjektiv empfundene Strukturmängel der öffentlichen Schulen.
Die Definition von Privatschulen ist in den jeweiligen Landesschulgesetzen festgelegt. In der Regel können Privatschulen von natürlichen sowie von juristischen Personen des privaten und des öffentlichen Rechts (wie zum Beispiel von Kirchen) errichtet und betrieben werden.

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Von den gut 10,9 Mill. Schüler/innen in Deutschland im Schuljahr 2016/17 besuchte rund jeder 11. eine Privatschule ( 990 Tsd.). In den einzelnen Ländern gab es deutliche Unterschiede bei den Anteilen der Privatschüler/innen, die Spanne reicht von 4,2% in Schleswig-Holstein bis zu 14% in Sachsen. Dies dürfte zum großen Teil auf unterschiedliche schulrechtliche Regelungen zurückzuführen sein.

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Von den annähernd 240 Tausend Schülern/innen privater beruflicher Schulen befanden sich im Schuljahr 2016/17 die meisten (41,9%) in Berufsfachschulen, gefolgt von Fachschulen (26,3%) und Teilzeit-Berufsschulen (15,5%). In Mecklenburg-Vorpommern ist mit 77% der Schüler/innen in Berufsfachschulen der entsprechende Anteil am höchsten. Im Saarland findet man die meisten Schüler/innen privater beruflicher Schulen mit 72,4% in Fachschulen, in Hamburg besuchen 34,3% der Schüler/innen privater beruflicher Schulen die Teilzeit-Berufsschulen.